Berufsbild AnalytikerIn
Eigentlich wollte sie Stewardess werden… aber dann hat sich Charlotte Giesen doch für das Chemiestudium und zur Promotion in der Analytischen Chemie an der BAM entschieden.
Mit ihrem Thema „ICP-MS and Elemental Tags for the Life Sciences“ schaffte sie es zusammen mit ihren KollegInnen von der BAM Norbert Jakubowski, Larissa Wäntig, Daniela Drescher und Janina Kneipp nicht nur auf das Cover von JAAS (most downloaded article im September 2011), sondern auch ins Fernsehen. Im RBB erläuterte sie begeistert das Berufsbild „Chemikerin“.
Fazit: Nur fliegen ist schöner!
Literatur: Iodine as an elemental marker for imaging of single cells and tissue sections by laser ablation inductively coupled plasma mass spectrometry; Charlotte Giesen, Larissa Waentig, Thomas Mairinger, Daniela Drescher, Janina Kneipp, Peter H. Roos, Ulrich Panne and Norbert Jakubowski; J. Anal. At. Spectrom., 2011, 26, 2160-2165 DOI: 10.1039/C1JA10227C
Mambo
Die Analytiker der Humboldt-Universität zu Berlin und BAM Janina Kneipp, Ulrich Panne und Michael Linscheid konnten zusammen in einem DFG-Größtgeräteantrag „Molecules and Metals for Mass Spectrometric Imaging (M3SI)“ ein Massenspektrometer im Wert von mehr als einer halben Million Euro einwerben. Mit einer speziellen Ionenquelle sind mit Matrix-unterstützer Laserdesorptionsmassenspektrometrie (MALDI-MS) extrem hochaufgelöste Bilder von dünnen Gewebeschnitten möglich. So können zum Beispiel Pathologen Veränderungen des Gewebes diagnostizieren, während andere Experimente die Verteilung von Medikamenten und Kosmetika auf und in der Haut im Detail darstellen können.
Das neue Spektrometer wird gemeinsam mit einem weiteren Orbitrap-Massenspektrometer den Kern des „Application Labs“ der beantragten Graduiertenschule School of Analytical Sciences Adlershof, SALSA, bilden und mit diesem im MamBo Lab (Mass Spectrometry Berlin Open Access Lab) im Institut für Chemie der Humboldt-Universität zu Berlin installiert werden. Das Application Lab soll als Kompetenzzentrum der Ausbildung von Studierenden und Doktorandinnen und Doktoranden sowie der analytische Forschung dienen und gleichzeitig eine Schnittstelle für Anwender aus der Industrie werden, die dort mit den Forschern der Hochschule und außeruniversitären Institute Hand in Hand arbeiten und neuste Technologien entwickeln und anwenden können.
Prozessanalytik Award 2011

Dr. Marek Höhse bei der Preisübergabe durch Dr. Wolf-Dieter Hergeth (Vorstand des Arbeitskreises Prozessanalytik) - Bild: M. Maiwald
Heute erhielt Dr. Marek Höhse, Göttingen, den Prozessanalytik Award 2011 im Rahmen des “8th European Congress of Chemical Engineering” (ECCE 2011), der in diesem Jahr mit der “ProcessNet Jahrestagung” im Internationalen Congress Centrum Berlin gemeinsam veranstaltet wird. Der Preis wurde bereits zum dritten Mal vom gemeinsamen Arbeitskreis Prozessanalytik der GDCh und DECHEMA für die beste Qualifizierungsarbeit auf dem Gebiet der Prozessanalytik im vergangenen Jahr vergeben.
Marek Höhse hat seine Dissertation zum Thema “Kombination von Raman- und Laserinduzierter Plasma-Spektroskopie für die Mikroanalyse” an der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung angefertigt und an der Humboldt-Universität Berlin verteidigt. Gegenstand war die instrumentelle Entwicklung der Kombination der beiden spektroskopischen Verfahren Raman- und Laserinduzierte Plasma-Spektroskopie. Die Arbeiten von Marek Höhse sind wegbereitend für eine At- und Online-Prozessanalytik mit kompakten und robusten Bauteilen. Herr Höhse ist derzeit für die Fa. Sartorius in Göttingen tätig.
Weitere Informationen http://arbeitskreis-prozessanalytik.de/.
Literatur:
1. Hoehse, M., I. Gornushkin, S. Merk, and U. Panne, Assessment of suitability of diode pumped solid state lasers for laser induced breakdown and Raman spectroscopy. Journal of Analytical Atomic Spectrometry, 2011. 26(2): p. 414-424.
2. Hoehse, M., D. Mory, S. Florek, F. Weritz, I. Gornushkin, and U. Panne, A combined laser-induced breakdown and Raman spectroscopy Echelle system for elemental and molecular microanalysis. Spectrochimica Acta Part B-Atomic Spectroscopy, 2009. 64(11-12): p. 1219-1227.
3. Hoehse, M., A. Paul, I. Gornushkin, and U. Panne, Multivariate classification of pigments and inks using combined Raman spectroscopy and LIBS. Analytical and Bioanalytical Chemistry, Online First, 16 August 2011.
Die klügste Nacht des Jahres

Impressionen von der langen Nacht der Wissenschaften 2011
Eigentlich sollte es eine entspannte Nacht werden, diese Lange Nacht der Wissenschaften 2011 in Adlershof. Zwar hatten wir mit unserem kleinen Team in den letzten Jahren mit ca. 130 Besuchern zwischen 17:00 und 1:00 Uhr immer gut zu tun, aber auch genug Zeit mit interessierten Nachtschwärmern, viele Aspekte der Arbeit der BAM im persönlichen Kontakt zu diskutieren.
Unter dem Motto „Analytische Chemie – dem Täter auf der Spur“ gab es dieses Jahr eine berührungsfreie Analytik von Euromünzen, Antworten auf die Fragen wie viel Gold Rauschgold, Abessinisches oder Nordisches Gold enthält, Einblicke in den persönlichen Alkoholspiegel zusammen mit der Polizeiwache Köpenick,
schwebende Tropfen oder leuchtende Hinweise auf Schwermetalle und Explosivstoffe.

BAM Adlershof LNDW 2011
Vielleicht waren es die Themen – oder die farbige Beleuchtung der BAM Gebäude, aber als wir am Ende mit den Kontrollproben der Atemalkoholanalytik erschöpft in der Sommernacht saßen, hatten tatsächlich unglaubliche 691 Besucher die BAM in Adlershof besucht!
Und ja, wir werden wohl auch nächste Jahr wieder mit Freude und Stolz über unsere Arbeit Tausendundeine Nacht lang erzählen und dafür ein bisschen länger bleiben…Danke an alle Nachtaktiven der BAM in Adlershof.
upa
SALSA – Die Analytik bittet zum Tanz
Die Graduiertenschule für Analytical Sciences Adlershof (SALSA), koordiniert von Prof. Dr. Janina Kneipp und Prof. Dr. Ulrich Panne, beide BAM und Humboldt Universität zu Berlin, hat erfolgreich die 2. Runde des Exzellenzwettbewerbes der DFG erreicht.Kontakt:
Prof. Dr. rer. nat. habil.
Ulrich Panne
Richard-Willstätter-Straße 11
12489 Berlin
Telefon: +49 30 8104-1100
E-Mail: Ulrich.Panne@bam.de
Arbeitskreis Nanotechnologie mit neuer Website

Schematische Darstellung einer kurzen doppelwandigen Kohlenstoffnanoröhre
Der Arbeitskreis Nanotechnologie hat eine neue Website: www.nano.bam.de .
Im Einklang mit ihrer Leitlinie “Sicherheit in Technik und Chemie” engagiert sich die BAM für den sicheren Umgang und die sichere Verwendung von Nanomaterialien.
Wissenschaftler und Ingenieure aus fast allen Abteilungen der BAM sind in diesem Bereich aktiv und kooperieren im Arbeitskreis Nanotechnologie (AK Nano).
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung, Herstellung und Funktionalisierung von Nanomaterialien, der Entwicklung und Validierung von Mess- und Prüfverfahren für die physikalisch-chemische Charakterisierung der Materialien sowie der Entwicklung, Herstellung und Zertifizierung von nanoskaligen Referenzmaterialien.
Der AK Nano hat eine neue Website: www.nano.bam.de
Kontakt:
Dr. rer. nat. Mark A. Bader
Arbeitskreis Nanotechnologie
Fachgruppe 6.4 Oberflächentechnologien
BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Unter den Eichen 44-46
12203 Berlin
Telefon: +49 30 8104-3845
E-Mail: mark-andreas.bader@bam.de
Kunststoffrasen sind beliebt – aber auch unbedenklich?

Komponenten eines Kunststoffrasensystems
Kunststoffrasen auf Fußball- oder Hockeyfeldern werden immer beliebter. Pflegeaufwand und Wartungskosten sind deutlich niedriger im Vergleich mit Naturrasen. Teile des verwendeten Materials können jedoch unter Umständen problematisch sein. Das zwischen die Kunststofffasern geschüttete Gummigranulat kann unterschiedliche Gehalte organischer und metallischer Schadstoffe aufweisen. Ob und wie viel davon in die Luft und ins Grundwasser gelangen, ist bislang noch wenig untersucht.
Im Auftrag des Bundesinstituts für Sportwissenschaften (BISp) entwickelt die BAM zusammen mit der ECT Oekotoxikologie GmbH Untersuchungsverfahren, mit deren Hilfe die Freisetzung von Schadstoffen aus Kunststoffsportböden ermittelt werden kann.
Sowohl fabrikneue und künstlich bewitterte Kunststoffe von verschiedenen Herstellern als auch genutztes und gealtertes Material aus Sportstätten wurde untersucht.
Die Ergebnisse sowie Vorschläge für die Vorgehensweise bei der Untersuchung der Umweltverträglichkeit von Kunststoffsportböden fließen in die Normungsarbeit der zuständigen Gremien ein.
Siehe auch: Workshop/Anwendertreffen: Elutionsverfahren im Boden- und Abfallbereich
Kontakt:
Dr. Ute Kalbe
BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Fachgruppe 4.3 Abfallbehandlung und Altlastensanierung
Arbeitsgruppe Altlastenbehandlung und Umwelttechnik
Unter den Eichen 87
12205 Berlin
Tel.: +49 30 8104-3862
Fax: +49 30 8104-1437
E-mail: ute.kalbe@bam.de


